Reisebericht zum 5-jährigen Jubiläum

Reisebericht von Delilah und Claudia anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Kinderhauses in Addis Abeba von Ethiopia Arise e. V.

Unsere ersten Eindrücke bei unserer Ankunft in Addis Abeba und im Kinderhaus am 15.03.2013 und beim Jubiläumsfest am 16.03.2013

Nach unserer Ankunft am Flughafen in Addis Abeba am 15.03.2013 konnten wir bereits erste Eindrücke vom Land und von der Hauptstadt sammeln. Auffallend war natürlich die für uns sehr fremde Landschaft. Bereits auf der Autofahrt vom Flughafen zum Kinderhaus, die etwa eine halbe Stunde dauerte, fiel uns auf, dass viele Bettler an den Straßenrändern saßen. Armut und Elend waren Teil des Erscheinungsbildes der Stadt. Die Straßen waren gesäumt von blechverkleideten Hütten oder Ständen, die z.T. mit Plastikfolie abgedichtet waren, als Schutz vor Regen. Überall lag Müll herum, es gab kaum Ampeln, an gefährlichen großen Kreuzungen wurde der Verkehr von 1 – 2 Polizisten geregelt. Immer wieder liefen Esel, Hunde, Ziegen oder auch Menschen quer über die Straßen, scheinbar ohne sich um die Autos zu sorgen.

Als wir aber das Kinderhaus erreichten, war die Atmosphäre gleich ganz anders. Wir wurden sehr freundlich empfangen, allen Mitarbeitern und Volontären vorgestellt und über das Gelände geführt. Die Vorbereitungen für das am nächsten Tag stattfindende Kinderfest waren in vollem Gang. In der Küche wurden Hamburger gebraten und deutsches Vollkornbrot gebacken, das am nächsten Tag beim Fest zum Verkauf angeboten wurde (und reißenden Absatz fand…). Alle Räume wurden auf Hochglanz geputzt, das Außengelände aufgeräumt, Tische, Stühle und Zelte wurden aufgestellt.

Am nächsten Tag startete das Jubiläumsfest um 11.00 h. Da noch etliche Gäste fehlten und die etwa 70 Kinder sehr aufgeregt waren, beschäftigten wir sie für eine Weile damit, ihnen mit Kinderschminke bunte Blumen, Luftballons, Kronen und Herzen auf die Gesichter zu malen.

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Da dies für die Kinder  etwas völlig Neues war, waren das Gedrängel und das Staunen groß. Als es endlich losging, fiel leider der Strom aus und ein Generator musste den ganzen Tag betrieben werden. Ohne diesen hätte die Hüpfburg auch nicht benutzt werden können, die extra für die Kinder aufgebaut worden war.

Zu essen gab es außer den amerikanischen Hamburgern und deutscher Lasagne auch Injerra, eine äthiopische Spezialität, die sehr würzig und lecker war. Man musste sie mit den Fingern essen. Einige der Kinder hatten für die Besucher ein Drama einstudiert, in dem sie die Arbeit von EA im Kinderhaus nachspielten. Einige Kinder hatten ganz beträchtliche Passagen auf Englisch auswendig gelernt und erhielten dafür auch begeisterten Beifall von den Erwachsenen.

Das Luftballonspiel, an dem alle Gäste teilnahmen, war für alle ein Riesenspaß. Die übrig gebliebenen Luftballons fanden anschließend bei den Kindern großen Absatz. Am Nachmittag, als die offiziellen Gäste wieder gegangen waren, saßen wir noch gemütlich mit den Mitarbeitern bei Kaffee und Kuchen zusammen, erholten uns von dem Trubel und freuten uns vor allem über das gelungene Fest, das trotz des Generatorlärms viel Spaß gemacht hat. Am Schluss gab es übrigens auch wieder Strom aus der Leitung.

 

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